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2004-11-10
Saddams Bein

„Saddams Bein“ findet wegen Systemausfall keinen Käufer

Moers, 10. November 2004. Die Internet-Auktionsplattform Azubo.de gibt bekannt, dass die Auktion um das linke Bein der Saddam Hussein-Statue wegen eines Systemausfalls in der Nacht vom 8. auf 9. November nicht abgeschlossen werden konnte. In dem Zeitraum von 01:00 Uhr bis 02:00 Uhr wurde die Auktion mit 35.000 externen Zugriffen geradezu bombadiert, weshalb die Auktion nicht zu Ende geführt werden konnte. Ein Käufer ist daher nicht korrekt zu ermitteln.

 

Nach ersten Recherchen von Azubo, sitzt der Übeltäter im Großraum Köln, von wo aus er eine ständige automatisierte Suche nach den Worten „Bein von Saddam Hussein+Versteigerung“ über die Internet-Suchmaschine Google lostrat, anschließend folgte der direkte Aufruf der Auktionsbeschreibung. Auch in der Vergangenheit war es schon zu kurzfristigen Systemausfällen wegen solcher Angriffe gekommen. Dass dies nun ausgerechnet bei der mit großem Interesse verfolgten Auktion erfolgte, begeistert das junge Auktionshaus natürlich nicht.

 

Der ungewollte Abbruch der Auktion gibt dem Verkäufer „paul911“ die Möglichkeit, das Ergebnis der Ermittlungen, der bei der Staatsanwaltschaft Duisburg eingereichten Anzeige abzuwarten. Von unbekannter Seite wird die Echtheit des Objektes angezweifelt. Azubo hat in diesem Zusammenhang mit der Staatsanwaltschaft und dem Anbieter des Beines vereinbart, die laufenden Ermittlungen abzuwarten, um weiteren Spekulationen vorzubeugen. Sollte sich bei den Ermittlungen die Echtheit bewahrheiten, wird der Verkäufer „paul911“ das linke Bein der Saddam-Statue erneut zur Auktion freigeben.

 

„Wir haben bereits Ermittlungen wegen rechtswidrigen Eingriffs in unsere Computersysteme eingeleitet. Eine Gebotsabgabe zum Ende der Auktion war nicht möglich. Aus diesem Grund können wir laut unseren AGB keinen Bieter zum Gewinner und somit zum Käufer erklären. Um die Wiederholung eines solchen Vorfalls auszuschließen, arbeiten wir derzeit an einer technischen Umstellung unseres Systems“, so Pierre Ludigkeit, Gründer und Sprecher von Azubo.de. „Das große Medienecho hat uns natürlich begeistert aber offensichtlich auch einige Neider und Saboteure auf den Plan gerufen. Wir hoffen, dass die Ermittlungen bald abgeschlossen, und die Angelegenheit reibungslos zu Ende gebracht werden kann.“ Quelle: azubo

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