2004-10-04 jobdumping.de startet
Pressemitteilung
vom 04.10.2004:
JobDumping.de -
Die LohnAuktion
- JobDumping.de, das ist der Name. Lohnauktion, das ist die Idee -
Mit innovativem Konzept und vielen qualifizierenden Elementen geht das
Internetportal www.JobDumping.de am 06.10.04 an den Start.
Schnee schippen?
Hecke schneiden?
Druckaufträge vergeben?
Homepage gestalten?
Das erledigen Sie nun über JobDumping.de.
Die Grundidee ist einfach.
Wer seine eigene Arbeitskraft anbietet, gibt einen Mindestlohn an und lässt
diesen hoch bieten. Bei Jobofferten wird der Stundenlohn runter geboten.
„Bei uns geht es eben nicht bloß darum, dass derjenige, der den geringsten Lohn
verlangt, den Job bekommt“, so Fabian Löw, geschäftsführender Gesellschafter der
JobDumping GbR. Der Anbieter hat die Möglichkeit, durch ein
Qualification-Catching die Auktion in der letzten halben Stunde vor ihrem Ablauf
zu unterbrechen zugunsten eines besser Qualifizierten.
Ist die Arbeit erledigt, bewerten sich die beiden Parteien nach einem
Schulnotensystem. Zudem steht eine freie Kommentarzeile zur Verfügung. Diese ist
für andere User nicht zu sehen. Wohl kann aber der Arbeitnehmer diese Seite
ausdrucken und zu seinen Bewerbungsunterlagen hinzufügen.
Auch der 1. Arbeitsmarkt profitiert von JobDumping.de. Denn JobDumping.de bietet
auch offene Bewerbungsverfahren an. „Ziel ist nicht die sofortige Vermittlung in
den ersten Arbeitsmarkt, sondern einen ersten Kontakt zwischen Interessenten und
Anbieter herzustellen und das Bewerbungsverfahren dadurch abzukürzen und zu
erleichtern“, erklärt Oliver Heim, Gesellschafter, verantwortlich für
Programmierung und Administration.
Beinahe 6000 verschiedene Berufsbezeichnungen in ca. 1200 Branchen sind binnen
zwei Mausklicks vom Mitglied abrufbar. „Schnell, einfach, komfortabel und
übersichtlich, das sind die Ziele meiner Programmierung“, so Oliver Heim: „Der
User soll gar nicht bemerken, wie viel Arbeit im Hintergrund die Datenbank
leisten muss.“
„Bemerkenswert ist sicherlich auch die kostengünstige Nutzung dieses Systems“,
ergänzt Löw.
In einer Zeit abnehmender Beschäftigung sei es eigentlich Aufgabe der Politik,
für Dereglementierungen am Arbeitsmarkt, für eine Senkung der Löhne sowie der
Lohnnebenkosten und somit für mehr Beschäftigung zu sorgen. Dieser Aufgabe stehe
eine schlechte konjunkturelle Lage, ein zu hohes Lohnniveau, politisches
Versagen und eine enorme Teuerungsrate entgegen. Die Folge in Form der
Unterbeschäftigung lähme zudem durch mangelnde Kaufkraft des Bürgers die
Konjunktur und belaste so die Haushalte, Ich-AGs und Unternehmen, deren Ausgaben
unproportional gestiegen sind, so Löw.
„JobDumping.de setzt da an, wo die Politik aufhört, den Menschen die Wahrheit zu
sagen. Es muss der Einzelne mehr arbeiten um seinen Lebensstandart zu sichern“,
erklärt Fabian Löw: „Unternehmerische Wirklichkeit ist, dass die Lohnkosten im
innereuropäischen Vergleich unverhältnismäßig hoch sind. Ohne eine Senkung der
Lohnkosten, kann keine Arbeit angeboten werden.“
JobDumping.de sprach im Vorfeld mit Zeitarbeitern und Arbeitslosen:
„Von Zeitarbeitsfirmen habe ich den Kaffee auf“, entrüstet sich Helmut D. aus
Berlin, Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma. Tausende von Menschen sind
bundesweit betroffen. Der Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma wird an andere
Firmen, entsprechend seiner Qualifikationen, ausgeliehen. Dem Arbeitgeber werden
dabei z. B. 18,- Euro in Rechnung gestellt, hingegen der Arbeitnehmer lediglich
6,- Euro erhält. Für die Firmen lohnen diese schnell kündbaren
Arbeitsverhältnisse. Für die Anmeldung und Versicherung kommt die
Zeitarbeitsfirma auf. „Als ich nach 2 Monaten völlig ins Team integriert war,
bot der dortige Chef mir eine Übernahme an“, so Helmut D. Wird der Zeitarbeiter
in einem Betrieb eingesetzt, ist hier eine Übernahme in ein festes
Arbeitsverhältnis laut Arbeitsvertrag auf 2 Jahre ausgeschlossen. Keine
Seltenheit, sondern eher die Regel, wie Helmut D. infolge seiner Enttäuschung
herausfand.
„Wenn ich selbst bestimmen kann, wann und wo ich arbeite und nicht mehr so viel
Geld an andere abdrücken muss, dann kündige ich sofort“, ist Helmut D. heute
fest entschlossen.
Beispiel Hartz IV. Stadtpark säubern für einen Euro Stundenlohn oder die Stütze
wird gekürzt. Über 3,4 Mio. Langzeitarbeitslose haben Anspruch auf die neue
Stütze. Selbstverständlich sind zu dem sehr geringen Lohn noch die laufenden
Leistungen dazu zu rechnen, der Lohn fällt also üppiger aus als zumeist
beschrieben. „Es ist nicht so sehr die Arbeit, es sind Nachbarn, die einen im
Park sehen und mit dem Finger auf einen zeigen“, erzählt Ruth S. aus Hamburg.
Die 31-jährige Bürokauffrau ist seit ihrer Schwangerschaft vor 8 Jahren
arbeitslos. Sie ist bereit, für wenig Geld zu arbeiten, dennoch möchte sie
ungern „geoutet“ werden. Lieber wäre ihr ein Job, der zumindest etwas mit ihren
Qualifikationen zu tun hat oder der ihr eine Qualifikation vermittelt.
Allmorgendliches Spektakel bei den Arbeitsämtern. Tausende Tagelöhner sind früh
morgens bundesweit auf der Suche nach einem Job. Jeder Job ist durchschnittlich
nach drei Stunden erledigt. Nicht einmal jedem 15. wird ein Job zugeteilt. Als
frustrierend und demütigend beschreiben die Betroffenen die vergebliche Warterei
und kehren enttäuscht und verbittert zu ihren Familien zurück.
Nicht viel ermutigender ist die Suche nach einem Nebenjob gerade für Studenten.
„Die Zeiten werden ja in den nächsten Jahren nicht besser. Im Jahr 2035 kommen
auf einen Leistungsträger zwei Gebissträger“, betont Fabian Löw die ernste Lage
scherzend. Der angehende Dipl. Sozialarbeiter ist davon überzeugt, dass allein
eine Senkung der Löhne Jobs aus Haushalten, Ich-AGs und Unternehmen generieren
kann. „Dabei ist es wichtig, auf die Mündigkeit der Bürgerinnen und Bürger zu
vertrauen und nicht weiter zu reglementieren und zu bürokratisieren.“
Löw sieht JobDumping.de als eine Chance für alle. „Wir haben uns hier etwas sehr
Ehrliches ausgedacht für unsere Mitbürger. Und gemeinsam haben wir noch viel
vor. So werden wir unsere Programmierung erweitern und schon bald auch den 1.
Arbeitsmarkt und den Ausbildungsmarkt bedienen. Wir bieten ab nächstem Jahr
einen großen Charity-Bereich rund ums Ehrenamt an. Wir werden beweisen, dass
Ehrenamt sich lohnt und qualifiziert. Nach 10.000 Auktionen bei JobDumping.de
werden wir eine Güterauktion mit grundlegend neuer Idee anbieten und beweisen,
dass derjenige, der für weniger Geld mehr arbeitet auch ein Anrecht auf mehr
Kaufkraft hat. Und das machen wir, weil diese Menschen Respekt verdienen und wir
an sie glauben.“ Quelle: jobdumping.de
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